ALKBOTTLE

Kati war für uns im Salzburger Rockhouse bei der "Fett wia a Christkindl Tour" und hat die Chance genutzt ein Interview mit Alkbottle zu führen.
Wir sitzen hier mit Alkbottle. Wie geht’s euch so?
Ja prächtigst. Wir ham gestern unsere Feuertaufe gehabt, war gestern der Tag 1 in der Tour und wir ham gestern Traun verunsichert und jetz is Salzburg dran. Jetz sama so richtig warm, also.. nicht sexuell gemeint, sondern wir sind warm gespielt.
Was erwartet ihr euch für die kommenden Shows?
Na wir erwarten uns natürlich dass das Christkind kommt jeden Tag und so wird des auch passieren. Wir sind hier auf Weihnachtstour, also die „fett wie a Christkind“ Tour und da is natürlich die Gewissheit und die Erwartungshaltung gesteuert, keine Frage. Des Christkind kommt und erfüllt uns alle unsere Wünsche.
Wie habt ihr euch für die Tour vorbereitet? Habt ihr euch überhaupt vorbereitet?
Ja, ja. Wir sind jeden Tag in die Kirche gegangen und ham ein Kerzerl angezündet, daneben auch ein Sprühkerzerl hingestellt und so an Adventkranz hama auch genommen. Die Kerzen sind abgebrannt, dann auch der Adventkranz mit der Zeit. Im Proberaum hama auch kurz vorbeigschaut, um zu schaun, ob er net schon ausgramt is und obs uns unsre ganzen Sachen scho gfladert ham. Is aber alles no durtgstandn, dann hama probiert ob diese Geräte a no gengan. Teilweise net, owa wurscht, des merkt doch eh kana.
Roman, du hast hat ja kürzlich dein 2. Soloalbum veröffentlicht und übersetzt darin Lieder deines Idols Dean Martin. Warum gerade Dean Martin?
Naja, weil ich ein Dean Martin Fan bin seit der ersten Stunde, seit meiner Geburtsstunde. Es wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Mein Großvater war ein großer Dean Martin Fan, mein Vater war ein sehr großer Dean Martin Fan. Als mein Vater vor 4 Jahren leidergottes starb, do hob i ma donn zum Ziel gesetzt eine Platte zu machen die ihm wirklich gefallen hätte und net diesen Alkbotte-schas. Des war jo für erm imma a bissl zu laut, obwohl er scho drauf obgfohrn is, owa weils halt da Bua war. Aber dann bin i auf die Idee gekommen des zu machen. I wollt des jo scho imma machen. I bin jo mit der Musik aufgewachsen seit Babyalter und des hob i a in mir. I sog amoi vom Lebensstil her sama jo goa net so weit ausanander, ausser dass er Whiskey sauft und i Bier.
Und dein Idol hat sich nie verändert oder gewechselt?
Na, i glaub wennma amoi a Idol hat, egal wie peinlich des dann irgendwann amoi wird, also i man, da habs jo i mit Dean Martin no guad. Wos mochn die gonzn Jungen, die zum Beispiel mit David Hasselhoff aufgwachsn san? I man, wer wü heite sogn „mei Jugendidol is David Hasselhoff“.. do hot mas heitzutoge scho vü schwerer.
Als ihr damals Alkbottle gegründet habt, welche Ziele/Erwartungen hattet ihr?
Natürlich wars zerst amoi just for fun, weil du kannst net a Band gründen und sagen „i machs nur wegen da Kohle“. Wir warn aber natürlich jetzt schon so weit, dass wir dann auch durch den Arbeitseinsatz und da Intensivität, mit der ma an die Sache herangeht, dass ma natürlich dann a Erfolg ham wü. Es hätt uns jo a genauso wurscht sein kennan, und des wirklich nur just for fun machen kennan, dann wärm a natürlich heit imma no eine just for fun band, de halt vor ihre 30 Hawara wo spielt , de a Botzn Gaudi ham, de alle blunznfett san, aber so isses halt a bissi mehr geworden. Es hat eben mit just for fun angefangen, aber wurde dann zusehends professioneller und wir jo auch in den 90er Jahrn wirklich davon gelebt ham. Des war ja dann wirklich unser Beruf. Und des is jo wos schönes wenn ma aus seim Spaß dann sei Miete zahln kann. Gibt jo eigentlich nix feineres.

Also macht ihr das jetzt nebenberuflich?
O ja, des is unterschiedlich. Also die Jungs ham alle Familie, Kinder und so. I bin da anzige der no ledig is und kinderlos. I hab mein Hund, reicht ah. Die Jungs ham alle ihrn Beruf im normalen Leben auch. Also nach dem ersten Alkbottle-Split hat sich des alles so verlaufen und jetzt is des natürlich ein nebenberuflicher Aspekt geworden , aber nichts desto Trotz san wir wieder so weit in uns gefestigt, dass wir sogn „des Ding is die wichtigste Nebensoche der Welt für uns“.
Was war dann nach dem Split ausschlaggebend dafür, doch wieder weiterzumachen?
Des war Entwicklung. Der Split war damals notwendig für uns um amoi abzuschließen mit dem Thema, um an Abstand davon zu bekommen. Wir warn jo mit der Zeit quasi „betriebsblind“. Wenn du des jeden Tag machst, und des dann wirklich 8 Jahre hindurch, dann wirst du abgestumpft mit da Zeit. Dann bist du a nimma so frisch und gehst mit da gleichen Freude daran wie ganz am Anfang und dann sagn a die Leit „na des is owa nimma mehr des, wos amoi woa“ und dann musst aufhern und wortn, bis des Gefühl wieda kommt. Des is dann so a „ jetz erst recht und jetz bin i geil drauf und jetzt hau i eich an oasch aus“.
Also rückblickend würdet ihr sagen, die Pause war unbedingt notwendig?
Jo, des war ganz wichtig. Des war a genauso wichtige Zeit für die Band, wie die Zeit wo ma aktiv warn, weil a jeda die Chance ghabt hat, einen Schritt zurückzutreten, des ganze mal a bissl aus da Entfernung zu betrachten und a jeda die Zeit ghabt hat älter zu werdn und aus seinen Fehlern, aus seinen Gschichten und den guten Sachen zu lernen. Des woa sehr wichtig, die Pause. Ausserdem hätt ma des a net mehr lang durchghaltn. Des was wir damals gsoffn ham, des war jo rein vom gesundheitlichen Aspekt gut so, dass ma des gmacht ham.
Ihr habt ja letztes jahr euer 15. Bandjubiläum gefeiert. Rückblickend auf die ganzen Jahre, welche Momente sind euch besonders in Erinnerung?
Jo do kommen einige Momente zammen in so langer Zeit, die a wirklich erwähnenswert san. Aber so lang is euer Bandl gar net. Wir ham gspielt vor 28 Leit in am Bierzelt, für 2 ½ tausend Leit. Wir ham aber genauso vor 80 000 Leuten gspielt als Vorband von Bon Jovi. Da is natürlich jede Richtung offen. So wies owi geht auf da andern Seitn geht’s a aufi, des is wie am Berg.
Würdet ihr rückblickend auf eure Karriere etwas anders machen? Wenn ja, was?
Najo, es gibt sicher Sachen wo ma in gewissen Momenten falsch reagiert.
( aus dem Hintergrund) I glaub wir hätten mehr saufen solln.
(alle lachen)
(Roman) des loss i im Prinzip jetzt so im Raum stehn
(aus dem Hintergrund) die Frage musst dem vorigen schicken
(Roman) dem ist nichts mehr hinzuzufügen (lacht)

Wie schauts mit der Zukunft aus?
(aus dem Hintergrund) „gonz schlecht“ (alle lachen)
Gibt’s Pläne für nach der Tour?
Pläne? Na kloa. Also die Band gibt’s jo jetzt natürlich just for fun, owa wir wolln des jetzt natürlich scho weiterbetreiben und wir ham vor nächstes Jahr auch ein neues Album auf den Markt zu werfen. Ans mocht jo net vü aus auf am grossn Markt, des is jo net so schlimm. Jo.. und darauf arbeiten wir jetzt amoi hin. Des is jetzt amoi a Plan, den es zu realisieren gibt und daran werden wir auch gemessen und werden wir uns auch selber messen, keine Frage. Des wär dann des erste Album nach 10 Jahr und des wird dann da nächste grosse Schritt sein in unserer absehbaren Zukunft.
Ihr seid ja bekennende Bierfans. Was ist euer Lieblingsbier?
Definitiv natürlich „Alkbottle-Bier. (schaut in die Runde) Was is unser Lieblingsbier abgesehen von Hofstättner? Gibt’s überhaupt no a anderes is die Froge.
Habt ihr schon mal unser salzburger Stiegl probiert?
Na selbstverständlich.
(aus dem Hintergrund) aber da sicht ma immer so komische Dinge
(Roman) des mit die eckigen Wellen. Najo, des is die Giga-Brause, i man, is net so schlecht, owa es gibt jo a des Murauer-Bier.. is sehr guad, is „studio-approved“ .. wir ham des immer im Studio getrunken, sehr gutes Bier.
( aus dem Hintergrund) Hirter Bier.
(Roman) jo..er is jo a geborener Kärnter, er muss jo natürlich a seine Heimat ins Spiel bringen. Daher selbstverständlich auch Hirter-Bier.
Aber im Prinzip sauf ma eh ois was uns am Tisch gstellt wird.
Was dürfen wir uns vom heutigen Auftritt erwarten?
Ein wirklich wirklich fettes Christkind. Heute kommt das Christkind.
Wir bedanken uns sehr für das Interview und wünschen viel Spaß beim Auftritt!
Jo bitte gern, hat mi gfreit dass do worts.
Für 2bconfirmed Katarina H.
